PFLANZE
Die Aloe gehört zur Familie der Liliaceae. Typisch für Liliengewächse sind die kurzen Wurzeln. Mit diesen heftet sich die Pflanze an die Bodenoberfläche. Direkt von den Wurzeln gehen dickfleischige Blätter in Schwertform ab. Ihre Oberfläche ist mit Wachs beschichtet. An den Blatträndern sitzen sägeblattähnliche Zacken. Betrachtet man nun den Blattquerschnitt, erkennt man drei Zonen. Von aussen nach innen sind dies die gewachste Aussenschicht, darunterliegend Sekretzellen und letztendlich in der Mitte der Wasser- und Nährstoffspeicher der Pflanze, das Aloe Vera Gel.
Verbreitet ist die Aloe in allen tropischen und suptropischen Gebieten der Erde. Sowohl wildwachsend als auch als Nutzpflanze kultiviert. Sie ist anspruchslos, kommt mit geringen Niederschlägen aus und erträgt intensive Sonneneinstrahlung. Mit ein Grund, warum grosse Anbaugebiete für Aloe-Pflanzen heute im Wüstengebiet von Arizona (USA) liegen. Nur eins verträgt die Pflanze nicht: Kälte.
Aufgrund der weltweiten Verbreitung der Aloe gibt es verständlicherweise viele verschiedene Arten. Zwei Unterarten sind von Bedeutung, die auch im Europäischen Arzneibuch als Monographie geführt werden. Das sind die Curaçao-Aloe, lat. Aloe barbadensis Miller und die Kap-Aloe, lat. Aloe capensis.