Menu:

WIRKUNGEN

Betrachtet man die Aloe pharmazeutisch, so wird der eingedickte Saft der Blätter verwendet. Als Hauptinhaltsstoff sind Hydroxyanthracen-Derivate beschrieben. Ihre Wirkung als Abführmittel (Laxans) ist wissenschaftlich erwiesen. Verwendung findet hierfür vor allem die Aloe capensis, die wiederum aus verschiedenen Aloe-Arten, insbesondere der Aloe ferox Miller besteht. Die Anwendung als Laxans ist jedoch nicht unkritisch und sollte nicht über einen längeren Zeitraum erfolgen. Die Hydroxyanthracen-Derivate bzw. Anthrachinone regen zum einen die Darmperistaltik an, schädigen auf der anderen Seite aber die Darmschleimhaut. Dadurch kommt es zum Verlust von Mineralstoffen. Insbesondere der Kaliummangel führt zu Darmträgheit. Somit ist man wieder am Ausgangspunkt der Beschwerden und setzt erneut Abführmittel ein oder erhöht deren Dosis. Ein Teufelskreislauf entsteht.

Auch andere pflanzliche Drogen, d.h. getrocknete Pflanzenteile, enthalten Anthrachinone, z.b. Sennesblätter und Faulbaumrinde.

Eine Besonderheit beim Aloeemodin ist die stark durchblutungsfördernde Wirkung im Beckenbereich. Deshalb sollte Aloe als Abführmittel nicht bei Hämorrhoiden und während der Schwangerschaft eingenommen werden.

Der stabilisierte Saft aus dem Inneren der Aloe-Blätter wird in der Kosmetik verwendet. Er gilt als Feuchtigkeitsspender. Aber auch seine beruhigende Wirkung auf entzündete und gereizte Haut wird geschätzt.

Leider gibt es noch keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirkweisen weiterer Inhaltsstoffe. Daher können und dürfen hier auch keine Aussagen über heilende Effekte gemacht werden.

Wichtig ist, dass bei allen Anwendungen nie isolierte Substanzen verwendet werden. Ein Zusammenwirken aller Inhalte ist erforderlich. So ergibt sich folgendes Spektrum: