ALOE VERA GEL
Für Kosmetik und Nahrungsergänzung verwendet man die Aloe barbadensis Miller. Schält man nun die äusseren Schichten vom Aloe-Blatt ab, bleibt eine farblose, viskose Masse übrig; das Aloe vera Gel.
Es enthält keine Anthrachinone (vgl. Wirkungen). Diese befinden sich im Saft der Sekretzellen und werden mit der Aussenhaut entfernt. Der Saft ist gelb und bitter.
Da es sich bei dem Gel um den Wasser- und Nährstoffspeicher der Pflanze handelt, drängt sich eine Nutzung geradezu auf. Um eine Aktivität der Inhaltsstoffe zu gewährleisten,muss das Gel innerhalb von sechs Stunden verarbeitet werden. Dazu gehört eine Stabilisierung und Konservierung. Letztere erfolgt meistens mit Ascorbinsäure (Vitamin C).
ALOVEROSE
Der Hauptinhaltsstoff des Aloe Vera Gels ist ein Mucopolysaccharid. Es handelt sich dabei um acetylierte Polymannose, besser bekannt unter dem Namen Acemannan oder Aloverose. Der Gehalt im Gel ist proportional zum Anteil der weiteren Bestandteile.
Damit gibt der Aloverosegehalt Auskunft über Reinheit und Gehalt des Produktes. Durch Hydrolyse entsteht Essigsäure. Sie sollte im Aloe Vera Gel nur in Spuren nachzuweisen sein. Ein Mehr deutet auf Zersetzung und damit mindere Qualität des Produktes. Diese Komponenten und auch weitere Inhaltsstoffe und Abbauprodukte sind mit der NMR-Spektroskopie detektierbar.