Côte d'Azur 2011 - Die Île d'Or im Juli
Samstag, 02.07.2011 - PORT GRIMAUD
Nach einer langen Anreise per Auto trifft die Crew so nach und nach in Port Grimaud ein. Die 5er-Fahrgemeinschaft mit Skipper Guido Bolenski sowie den Mitseglern Susan, Dirk, Manuela und Stefan waren als erste am Ziel. Die gewonnene Zeit durch den relativ frühen Start in die Nacht investierte man am Morgen danach in ein erstes ausgiebiges französisches Frühstück im "La Grimaudoise". Mit staunender Faszination beobachteten wir eine ⊳ ZUMMO-Saftpresse, die frische Orangen in zwei TeÎle schnitt und sorgsam entsaftete.
Unser Schiff für den Törn, eine Gib Sea 51, sollte bereits ab 10:00 Uhr bezugsfertig für uns sein - da bot es sich an, sogleich mit dem Proviantieren zu beginnen. Nachdem wir unser Gepäck im Büro von ⊳ Arcadie Plaisance zwischengelagert hatten, fuhren wir gestärkt durch das Frühstück zum nahe gelegenen Géant Casino, wo wir für knapp 400 EUR die Erstversorgung (für immerhin 9 Personen an Bord) vornahmen.
Die Clémentine lag nicht in der Nähe des Büros von Arcadie Plaisance, sondern im sog. Ortskern des Hafens ⊳ Port Grimaud, fürwahr ein wunderbarer Liegeplatz. Erste Stimmen meinten, es sei so schön, dass man eigentlich gar nicht ablegen müsse. Während des Einräumens bzw. später am Tag trafen dann auch die weitern Mitsegler Bianca und Jürgen, sowie Monika und Wolfgang in Port Grimaud ein. Alles wurde verstaut, die Autos auf den Parkplatz verbracht und ein erstes Kochen an Bord brachte den frischen Kabeljau aus der Fischtheke vom Géant auf den Salontisch. Müde - nach der langen Fahrt - begaben wir uns zu Bett.
Die Tagesdaten:
Tageswege über Grund: keine
Sonntag, 03.07.2011 - Von Port Grimaud nach Cavalaire sur Mer
Da wir die Creweinweisung ins Schiff und auch die Sicherheitseinweisung nicht mehr am Samstag haben durchführen können (oder wollen), musste dies als erstes nachgeholt werden. So ergab es sich, dass wir erst gegen 09:45 Uhr ablegen konnten. In der Bucht von St. Tropez erwartete uns ein leichter Wind von 2-3 Bf, gegen den wir sanft aufkreuzten. Früh zeigte sich, dass die Clémentine ausgezeichnete Am-Wind-Eigenschaften besaß. Früh war erkennbar, dass wir heute wohl keine anderen Kurse mehr fahren werden. Dass dies aber auch bedeutete, keine großen Entfernungen über Grund zu machen, betrübte uns nicht im geringsten. Wir hatten die Calanques zwar als grobes Ziel im Auge, aber wenn das Wetter uns nicht so weit fahren lässt, begnügen wir uns auch mit kürzeren Tagesetappen. Dass wir den Motor anwerfen, um gegen den Wind zusätzliche Höhe zu machen, kam uns nie in den Sinn. So waren wir nur wenig enttäuscht, dass es als Tagesetappe nur bis Cavalaire-sur-Mer gereicht hat.
Jürgen war der festen Überzeugung, dass auf Charterschiffen eigentlich weder gute Töpfe noch Messer an Bord sind. Und so nahm er einfach von daheim entsprechendes Werkzeug mit. Die Messer waren tagsüber in Geschirrtüchern eingeschlagen sorgsam verpackt und abends in regem Gebrauch. Seine Töpfe, zwei Cocotte genannte emaillierte Gusseisentöpfe der Marke ⊳ Staub erregten besonderes Interesse unter den Hobbyköchen. Kein Wunder, dass alle mal damit kochen wollten. Den Anfang machte Susan mit einem Rezept aus kreolischer Küche: "Jambalaya".
Jambalaya (von Susan)
Für den Reis: Olivenöl und Butter in einem Kochtopf erhitzen, Zwiebeln und je nach Wunsch Knoblauch hinzugeben und glasig
dünsten, Vollkornreis (oder Langkorn- mit Wildreis gemischt) hinzufügen und leicht andünsten, mit ausreichend
gesalzenem Wasser (oder besser: Gemüsebrühe) ablöschen - köcheln, bis die Flüssigkeit weitgehend
aufgesogen ist
Für das Gemüse: Zucchini und Paprika mit Zwiebeln in Öl andünsten, mit Weißwein ablöschen,
gehäutete Tomaten hinzufügen und köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Abschmecken mit frisch gemahlenem
Pfeffer, etwas frisch gemahlenem Chilli, Thymian und Oregano, Flußkrebsfleisch und/oder Garnelen und/oder Surimi und/oder
gebratenes Hühnerfleisch hinzugeben und kurz warm werden lassen
Wenn beides gar ist, Gemüse mit dem Reis vermischen. Guten Appetit!
Der Abend wurde ganz unterschiedlich beschlossen - Landgang durch Cavalaire oder Relaxen im Cockpit, je nach Laune.
Die Tagesdaten:
09:45 Port Grimaud los;
17:55 Cavalaire sur Mer fest;
Wind E 3 in der Baie de St. Tropez, sonst S-SW 3
Tageswege über Grund: 35 sm unter Segel, 2 sm unter Motor
Montag, 04.07.2011 - Von Cavalaire sur Mer zur Île Port Cros
Ein leicht bewölkter Tag erwartete uns. Und ein gemütlicher Tag dazu. Als Tagesziel hatten wir die Île Port Cros in der Hoffnung, dort eine freie Boje zu finden. Sollte keine Boje frei sein, hätten wir genügend Zeit, bis Porquerolles weiterzusegeln (und wäre dort schon alles voll, bis zum Festland). Wir hatten Glück - eine freie Boje um 14:00 Uhr. Naja, vielleicht half es auch, dass wir erst am Montag und nicht schon am Sonntag hierher gefahren sind. Das Beiboot wurde klariert und die Crew machte sich auf zum Landgang.
Die Insel ⊳ Port-Cros steht fast vollständig unter Naturschutz, zusammen mit ein paar kleineren, vorgelagerten Inseln stellt sie den Nationalpark Port-Cros. Das Baden ist an genau drei Stränden erlaubt. Rauchen ist weitgehend, teils unter Androhung erheblicher Strafen verboten (was uns nicht betraf, denn die Crew bestand ausnahmslos aus Nichtraucher). Zahlreiche Forts zeugen von der Geschichte der Insel. Sehr einfach zu erreichen ist das Fort du Moulin, das allerdings in Privatbesitz ist und daher nicht besichtigt werden kann. Ein Stück weiter ist das Fort de l'Estissac (mit herrlichem Blick über die Buchten der Umgebung und einer Dauer-Ausstellung). Für die anderen Forts Fort de l'Eminence, Fort du Port Man und Fort de la Vigie muss man sich auf die insgesamt 35 km Wanderwege begeben.
Nach dem Abstieg vom Fort de l'Estissac belohnten wir uns mit frisch gezapftem Bier oder einem kühlen Cocktail, ehe es zum Kochen wieder an Bord ging. Heute stand ein Klassiker auf dem Rezeptplan: Lammgeschnetzeltes nach Avignoner Art.
Agneau à la mode d'Avignon
Das "Originalrezept" ist hier etwas abgewandelt, aber Eintöpfe dieser Art leben von Veränderungen. Für 9 Personen
hab ich genommen: ca. 1,4 kg Lammfleisch (ohne Knochen), 1 Flasche (0,7 l) Rotwein, 400 g Tomaten, 400 g Champignons,
3 große Karotten, ca. 500 g Kartoffeln, 3 Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen, 2 Paprika, 6 EL Öl, 2 Suppenwürfel,
1 Becher (500 g) Crème fraîche, Herbes de Provence, Salz, Pfeffer
Fleisch abspülen, trockentupfen, in Scheiben / Würfel schneiden und in Öl unter Wenden anbraten, mit Wein ablöschen,
mit Salz, Pfeffer, Suppenwürfel und Kräutern würzen. Kleingeschnittene Zwiebeln, Knoblauchzehen, Pilze, Paprika,
Karotten, Kartoffeln und Tomaten hinzugeben und garen. Vor dem Servieren Crème fraîche zugeben.
Den Abend genossen wir an Oberdeck mit einem guten Rotwein und der wunderbaren Kulisse von Port Cros im Hintergrund.
Die Tagesdaten:
10:30 Cavalaire sur Mer los;
14:00 Île Port Cros fest;
Wind E 2-3
Tageswege über Grund: 14 sm unter Segel, 3 sm unter Motor
Dienstag, 05.07.2011 - Von der Île Port Cros zur Île Porquerolles
Einer der schönsten Momente bei einem mediterranen Urlaubstörn ist der Morgen nach einer Nacht vor Anker (oder wie hier nach einer Nacht an einer Boje). Nach dem Aufstehen kann man den Tag mit einem Bad im Meer beginnen, schwimmt ein paar mal ums Schiff und beginnt anschließend wunderbar erfrischt mit dem Kaffeekochen. Kaum dass die Crew nach und nach aufgestanden war, folgte daraufhin das Frühstück an Oberdeck - nicht minder romantisch, besonders vor der Kulisse der Bucht von Port Cros. So manch einer hatte das Schwimmen auf die Zeit nach dem Frühstück verlegt, so dass wir erst gegen 09:30 Uhr ablegen konnten.
Als Tagesetappe bot sich eine Marina im Großraum Toulon an, sofern der Wind uns gesonnen ist und wir nicht den ganzen Tag aufkreuzen müssen. Wenngleich wir als Törnziel die Calanques bereits aufgegeben hatten, war die Hauptrichtung weiterhin WEST-wärts. Es dauerte nicht sehr lange, bis wir merkten, dass wir auch heute keine große Strecken laufen werden. Zum einen war der Wind dafür nicht stark genug, zum anderen hatte die Crew Gefallen daran gefunden, auch mal ein paar Stunden vor Anker zu liegen, zu baden und zu sonnen. Und die Erzählungen des Skippers über die Reize der Insel Porquerolles taten ein Übriges. So genossen wir die Vielfalt der alten und weniger alten Segel- und Motorboote um uns herum, sowohl auf dem Weg nach Porquerolles, wie auch in der Bucht vor dem Hafen, in der wir gute zwei Stunden vor Anker lagen.
Nachdem uns der Hafenmeister via Funk keinen Liegeplatz reservieren wollte, sind wir gegen 16:30 Uhr eingelaufen und machten in der Marina fest. Wegen einer Regatta war die für Gastlieger vorgesehene Innenseite der Außenmole komplett belegt, was zu einer leichten Anspannung der Liegeplatzsituation führte - allerdings ist eine angespannte Liegeplatzsituation keine seltene Situation in diesem Revier.

Auf Porquerolles bot es sich an, diverse Landgänge zu machen. Mal alleine, mal in der Gruppe. Guido zog es endlich mal rauf bis zum Fort Sainte-Agathe, das allerdings um 17:00 Uhr bereits die Tore geschlossen hatte. So ergab sich nur ein kleiner Blick auf diese Festung und die Aussicht auf die Rade de Porquerolles. Andere zogen in Gruppen oder paarweise über die Insel und erkundeten das kleine Städchen für sich. Am Abend traf man sich - mehr oder weniger zufällig - in einer Bar und trank ein paar Cocktails, die allerdings nicht besonders gut waren. Nicht überall scheint man auf Qualität angewiesen zu sein. Sei's drum ... in diesem Törnbericht gibt es nur Empfehlungen (und keine Blacklist), von daher sehen wir einfach mal davon ab, den Laden beim Namen zu nennen.
Bevor wir den Cocktail-Landgang machten, kochten Bianca und Jürgen ihren Curcuma-Muschel-Eintopf:
Curcuma - Muschel Rezept
Zutaten für 6 Personen: 500 g Muscheln ohne Schale (TK), 500 g Frutti di Mare (TK), 1 Bund Lauchzwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 2
Paprika (1 x rot, 1 x gelb), 3 große Champignons, 1 große Karotte, 1 Apfel, 3 große Tomaten, 2 Dosen Kokosmilch, 1 Glas Weißwein,
Olivenöl, 1 EL Curcuma, 1 EL Curry, 2 TL Cayennepfeffer, Salz
Gemüse klein schneiden, Öl erhitzen ( in einer
blauen ⊳ Staub Cocotte), Zwiebeln (feine Ringe) und Knoblauch (gehackt)
andünsten, etwas Curcuma und Curry dazugeben und mitdünsten (5 – 10 Minuten), Karotte und Paprika dazugeben, ca. 5 – 10 Minuten
mitdünsten, Tomaten und Champignons dazugeben, mit Weißwein abgießen, 5 – 10 Min. köcheln lassen, anschließend
Kokosmilch, Muscheln, Frutti di Mare, Rest von Curcuma, Curry , Cayennepfeffer und Salz dazugeben, Apfel dazugeben, dann 30 Min. bei
geschlossenem Deckel bei geringer Hitze köcheln lassen.
Die Tagesdaten:
09:30 Île Port Cros los;
16:35 Île Porquerolles fest;
Wind SW 2
Tageswege über Grund: 18 sm unter Segel, 2 sm unter Motor
Mittwoch, 06.07.2011 - Von der Île Porquerolles zur Île Port Cros
Wir hatten lange geschlafen, ausgiebig gefrühstückt und früh bemerkt, dass dieser Tag keine langen Schläge für uns bereithielt. Wozu auch - wir hatten Urlaub. Und da gehörte so manch ein Ankerstopp auch dazu. Aufgrund der Eindrücke, die wir auf Port Cros und Porquerolles hatten gewinnen dürfen, wollten wir gern noch ein wenig in dieser Gegend bleiben. So entschieden wir uns, Porquerolles weiter im Gegenuhrzeigersinn zu umrunden und wieder zurück in Richtung Port Cros zu segeln. Sollten wir dabei zügig Strecke machen, war als Tagesziel die Passage zwischen Port Cros und der Île du Levant als Ankerplatz geplant - mit möglicher Übernachtung in der Baie du Port Man oder zur Not in Le Lavandou am Festland.
Wir hatten Pech und Glück. Das Pech bestand darin, dass es nicht besonders schnell voranging. Das Glück bestand darin, erneut eine (letzte) freie Boje auf Port Cros vorzufinden. Auch wenn es ungewöhnlich ist, bei einem einwöchigen Törn einen Hafen zweimal anzulaufen ... aber bei Port Cros freute sich die Crew. Der Anleger an der Boje kostete uns zwar den Bootshaken, aber ein wenig Verlust ist bei jedem Törn zu verzeichnen. Und Anfängerfehler sind dazu da, aus ihnen zu lernen. Der Rest des Tages glich dem vom Montag: Baden, Landgang, Cocktails, Relaxen, Sonnenuntergang genießen, ...
Nachdem noch Reste vom Curcuma-Eintopf übrig waren, wurden diese kurzerhand erwärmt und um das klassische Bordgericht "Spaghetti mit Tomatensauce" ergänzt. So konnten sich die Mitsegler aussuchen, was Ihnen heute mehr mundete. Als nennenswertes Rezept an dieser Stelle sei daher auf das Haydarı verwiesen, eine pikante Käsecreme, die sich als Brotaufstrich für zwischendurch oder als Vorspeise eignet und mehrfach während des Törns zubereitet wurde.
Rezept: Haydarı (Pikante Käsecreme)
200 gr Schafkäse, 175 gr Joghurt, 1 Bund glatte Petersilie, 1 TL Pul biber (gestoßene Chilischoten), 1 TL Nane (Minze), 2 Knoblauchzehen, 2-4 Peperoni - Alles gut mischen, fertig.
Die Tagesdaten:
11:20 Île Porquerolles los;
16:30 Île Port Cros fest;
Wind SE 3
Tageswege über Grund: 10 sm unter Segel, 16 sm unter Motor
Donnerstag, 07.07.2011 - Von der Île Port Cros nach Sainte-Maxime
Nach dem Ablegen führten wir unseren Kurs zunächst so weiter, wie wir es am Vortag geplant hatten: auf der Südseite von Port Cros vorbei in die Passage westlich der Île du Levant und auf deren Nordseite weiter gen Osten in Richtung Ausgangsziel. An Cavalaire-sur-Mer waren wir schnell vorbeigezogen, so bot sich als Tagesziel ein Hafen in der Baie de St. Tropez an, oder einer weiter im Osten. Die Crew wünschte sich, das bekannte St. Tropez anzulaufen.
Überraschenderweise war der Hafen komplett voll und hatte keinen freien Gastliegeplatz mehr zu bieten. Um nicht weitere Überraschungen zu erleben, reservierte Susan mit Ihren ausgezeichneten Französischkenntnissen per Telefon einen Liegeplatz im gegenüberliegenden Sainte-Maxime, welches wir binnen kurzer Zeit auch erreichten. Die Crew teilte sich beim Landgang abermals auf in jene, die mit dem Taxi-Boot rüberfuhr und sich St. Tropez anschaute und jene, die sich mit Sainte-Maxime begnügten.
Die Tagesdaten:
09:50 Île Port Cros los;
18:45 Sainte-Maxime fest;
Wind SE 2-3
Tageswege über Grund: 23 sm unter Segel, 16 sm unter Motor
Freitag, 08.07.2011 - Von Sainte-Maxime nach Port Grimaud
Laut Vercharterer mussten wir am Freitag um 18:00 Uhr zurück sein. Der Skipper mag es gern etwas ruhiger und avisierte daher eher 14-15 Uhr als gute Zeit zum Einlaufen. Da aber die Distanz von Sainte-Maxime zum Ausgangshafen nur ein Katzensprung war, legten wir nochmal Kurs raus aus der Bucht. Aufkreuzen so lange, wie es uns gefiel und danach mit achterlichem Wind nach Hause schieben lassen - das war unser letzter Segeltag. Da wir morgens in Sainte-Maxime getankt hatten, konnten wir im Zielhafen gleich festmachen und begannen mit den Aufräumarbeiten. Zeit zum Landgang, zur Hafenrundfahrt mit dem Beiboot oder zum Baden am nahe gelegenen Sandstrand blieb dank der relativ frühen Einlaufzeit dann auch noch.
Nachdem an Bord soweit alles in Ordnung war, gönnten wir uns noch ein paar Aktivitäten in und um Port Grimaud. Ein Teil der Crew nutzte das Dinghi, um nochmal eine Rundfahrt durch diesen faszinierenden Hafen zu unternehmen. Andere gingen nur spazieren oder gingen nochmal zum Baden an den nahegelegenen Strand. Der Vergleich mit den Tagen zuvor war allerdings ernüchternd. Der Strand war eben doch gut besucht ... aber es gab auch eine Cocktailbar.
Daher ... nicht wundern, wenn jetzt ein neues Modegetränk über Deutschland schwappt: ⊳ Ice Tropez! Laut Hersteller wurde das Szenegetränk von Grégoire Chaix, dem Besitzer der legendären "Bar du Port" in Saint-Tropez kreiert. Abgefüllt in einer stylischen Flasche und angeboten zu einem "ordentlichen" Preis macht es gleich viel mehr her, als eine gezuckerte Roséweinschorle mit Pfirsich-Aroma, serviert auf Eiswürfel. Der Herstellerbetrieb, die ⊳ Domaine Tropez, ist Mitglied der "Unabhängigen Winzer" (vignerons independant), was zumindest für die Qualität des Weines spricht. Ein Vertriebsnetz in Deutschland befindet sich im Aufbau.
Da die Kombüse nichts mehr hergab, was ein Abendessen hätte genannt werden können (und weil wir bis dato noch kein einziges Mal auswärts Essen gegangen sind), stand am Abend der erste Restaurantbesuch auf dem Plan. Etwas später als geplant, gingen wir gegen 21:00 Uhr von Bord und fanden auf dem nahegelegenen Marktplatz von Port Grimaud ein Plätzchen im "Le Relais des Coches". Den Vorschlag der Crew, den Skipper als Dank für die Törnorganisation einzuladen, nahm dieser sehr dankbar entgegen. Mit Apéritif, diversen unterschiedlichen Speisen (darunter auch Muscheln) und einem Café zum Abschluss endete der kulinarische Teil der Reise.
Le Relais des Coches
Adresse:
2 Place Marché
83310 PORT GRIMAUD
Tél. : 0494562404 - Fax : 0494560716
Nach dem Aufstehen folgte das Ausklarieren bei Flavien, Corentin & Baptiste Simonnot von ⊳ Arcadie Plaisance und anschließend eine knapp 1.000 km lange Heimfahrt per Auto. Zum Glück staufrei.
Die Tagesdaten:
10:45 Sainte-Maxime los;
14:00 Port Grimaud fest;
Wind E 3-4
Tageswege über Grund: 16 sm unter Segel, 4 sm unter Motor